WERTVOLLE DIGITALE KUNST - DIE KUNST DES 21. JAHRHUNDERTS

 

Als Designerin hatte Ulrike Langen den Computer bereits zur Gestaltung von Stoffdesigns, Foulards und Seidenschals verwendet.

Analog entdeckte sie den Computer - verschiedene Programme wie Photoshop, Corel Draw, Paint und Freehand - als ein zusätzliches künstlerisches Ausdrucksmittel für ihre Bilder; wobei der Einsatz elektronischer Technik ein ebenso "normales Werkzeug wie beispielsweise Pinsel und Farbe für den Maler oder Hammer und Meißel für den Bildhauer ist.

 

Wie Herbert W. Franke schon so treffend sagte, hat der Computer auch in der bildenden Kunst ein neues Zeitalter eingeläutet - ganz still und leise bereits vor rund 50 Jahren. Doch erst heute, im 21. Jahrhundert, sind wir endlich zugänglicher, wissbegieriger und auch bereit für die neue Art der künstlerischen Arbeitweise. Dabei gibt es keine Kopie, sondern nur Originale. Ein gedruckter Datensatz ist das Kunstwerk.

 

Die avantgardistische Triebfeder für Ulrike Langen ist, wie für so viele Künstler, Marcel Duchamp. Und das ist genau das, was Duchamp darüber gedacht hat:

"Trotzdem, obwohl nichts uns die radikale Neuheit eines etwas "nie gesehenen" zurückgeben kann, wenn sie einmal vorbei ist, gibt es einige Gründe zu denken, dass die digitale Kunst uns treuer bleiben wird als die Ölmalerei. Weil die digitale Kunst nicht die Farbe selbst speichert, sondern eher in Form von Zahlen das speichert, was notwendig ist, um die Reproduktion zu sichern, also sozusagen ihre Gene. Es gibt die Ölmalerei seit achthundert Jahren, aber es wird die Ölmalerei nicht mehr geben. Jedesmal, wenn ein neues Instrument erfunden wurde, hat es eine neue Musik gegeben, geschaffen durch das neue Instrument. Selbst wenn man die Ölmalerei vollkommen abschafft, wird sie durch etwas anderes ersetzt werden, aber es wird immer der Ausdruck eines Individuums oder einer Gruppe von Individuen bleiben, die ihr Unterbewußtes sprechen lassen."

 

Wie weit die digitalen Technologien bereits Einzug in die Welt der Künste gehalten hat, zeigt das Projekt des Auktionshauses Philips und des Bilderdienstes Tumblr. PaddlesON! heißt das Machwerk, das nach eigenen Angaben die nächste Generation der Contemporary Art einläuten will. Die Ausstellung zur Auktion startete am 05. Oktober 2013 bei Phillips in New York. Fünf Tage später setzte das Auktionshaus bei der Versteigerung für die digitale Welt neue Maßstäbe. So fanden digitale Kunstwerke im Wert von mehreren Tausend Euro einen neuen Besitzer. Das zeigt, daß digitale Kunst mittlerweile auch ein zahlungsfreudiges Publikum interessiert.

Dazu Newcome von Phillips. "Wir wollen eine Diskussion über die Definition von digitaler Kunst eröffnen. Eigentlich über die Definition von zeitgenössischer Kunst überhaupt. Viele Kunstsammler seien fasziniert von diesen neuen Impulsen."

 

 

 

 

 

 

 

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